Jugendmusikfest Sachsen-Anhalt

16.09.-03.10.2022

Teilnehmer 2022

Johann Behns

Johann Behns wurde 2008 in Magdeburg geboren und besucht dort aktuell die 8. Klasse des Werner-von-Siemens-Gymnasiums. Er interessiert sich seit früher Kindheit für Musik, hat jahrelang in verschiedenen Chören gesungen und spielt seit 2012 Fagott. Inzwischen ist er Mitglied mehrerer Orchester, unter anderem der Michaelsteiner Baroccaner und des Jugendsinfonieorchesters Sachsen-Anhalt. Da er sich zunehmend auch für das Komponieren interessierte, trat er 2018 in die Komponistenklasse Sachsen-Anhalt ein. In diesem Rahmen finden zweimal jährlich Ferienkurse statt mit Musiklehre- und Kompositionsunterricht sowie eine öffentliche Präsentation der Werke durch ein professionelles Ensemble. Seit dem Schuljahr 2020/21 erhält Johann zusätzlich Kompositionsunterricht am Konservatorium Magdeburg bei Bernhard Schneyer.

100

Das Orchesterstück „100“ ist eine Orchestrierung meines gleichnamigen Duettes für Klarinette und Posaune. Es trägt diesen Titel, weil ich meiner Idee, genau 100 Takte zu verwenden, die Struktur des Werkes mit den verschiedenen Sinnabschnitten und den Spannungsaufbau untergeordnet habe. Das Thema wird gleich am Anfang vorgestellt und danach mehrfach wiederholt und variiert. Bei der Orchestrierung habe ich noch Vierklänge zu der Komposition hinzugefügt, um den Klang und die Vielfältigkeit des Stückes zu erweitern.

 

Victor Breimesser

Mit 6 Jahren bekam Victor Breimesser seinen ersten Klavierunterricht. 2021 gewann er beim Karel Kunc Musikwettbewerb in Bad Dürkheim in der Kategorie „Klavier zu vier Händen“ mit seiner Duo-Partnerin den dritten Preis. Sein erstes Klavierstück komponierte er im November 2019, die Fantasie Nr. 1. Es folgten einige andere Stücke, vor allem während des coronabedingten Homeschoolings. In dieser Zeit lernte er intensiv die Orchesterwerke von Mozart und Beethoven kennen und fasste den Entschluss, selbst eines zu schreiben. So komponierte er mit 9 Jahren den „Sinfonischen Satz“ in den Weihnachtsferien 2021/2022. Seit Februar 2022 erhält er Kompositionsunterricht bei Prof. Volker Blumenthaler.

 Sinfonie

Da ich Sinfonien liebe, wollte ich selbst eine schreiben. Im Dezember 2021 war es dann so weit: Ich begann mit der Arbeit an meinem sinfonischen Satz, – der als erster Satz einer Sinfonie geplant ist. Kurz nach Weihnachten habe ich diesen als Klavierfassung fertig entworfen und später orchestriert.

 Ich fand, dass er richtig gut geworden war und zeigte ihn meiner Klavierlehrerin. Auch sie war begeistert und empfahl mir Kompositionsunterricht bei Prof. Volker Blumenthaler zu nehmen. Nach der Durchsicht meiner früheren Kompositionen und dem ersten Kennenlernen nahm Herr Blumenthaler mich im Februar 2022 als Schüler auf. Wir gingen in zwei Unterrichtsstunden meine Komposition durch. Das Ergebnis ist heute zu hören!

 

Noël Engel

Noël Engel wurde am 24. September 2010 in Berlin geboren. Zurzeit besucht er das Rosa Luxemburg Gymnasium in Berlin Pankow. Von 2016 bis 2020 hatte er Unterricht in Sopranposaune und Komposition bei Matthias Jann an der Musikschule Neukölln und wurde dort 2019 in die Begabtenförderung aufgenommen, wo er bis 2021 auch Unterricht in Trompete bei David Rodeschini und in Komposition bei Stefan Schellhase erhielt. 2022 wechselte er in die Begabtenförderung der Musikschule Kreuzberg-Friedrichshain zu Helmut Zapf.

2021 wurde sein Stück „Thunderbird“ beim Wettbewerb des 1. Esslinger Alphorngipfels ausgewählt und aufgeführt.

Eine Diskussion

„Eine Diskussion“ ist ein ca. 8-minütiges Orchesterwerk und beschreibt, wie der Name schon sagt, eine Diskussion. Das Werk beginnt und endet mit dem Klang eines fast leeren Marktplatzes auf den am Anfang immer mehr Leute kommen und am Ende immer mehr Leute gehen. Die Grundbausteine für dieses Stück sind 3 kurze Themen bzw. Motive, welche immer wieder stark und schwer erkennbar variiert werden. Die unterschiedlichen Variationen stellen die in der Diskussion vorhandenen Meinungen dar, die zwar extrem unterschiedlich sind aber doch etwas kleines Gemeinsames haben. Man sollte sich aber nicht von den störenden Banden erschrecken lassen, die immer wieder irgendwas, was nichts mit dem Thema zu tun hat, reinreden.

 

Vincent Hagemann

Vincent Hagemann ist 17 Jahre alt und besucht in Wiesbaden das Gymnasium Oranienschule sowie die Wiesbadener Musik- und Kunstschule. Neben den Instrumentalfächern Klavier und Waldhorn nahm er ein Jahr lang an dem studienvorbereitenden Kurs (SVA) mit Schwerpunkt klassische Harmonielehre teil. Hierdurch angeregt beschäftigte er sich mit weitergehender Literatur zu Musiktheorie und Orchestration. Parallel zur Musik pflegt er ein Interesse für die Natur, insbesondere die Ornithologie, welche er mit Vorliebe fotografisch festhält.
Im Jahr 2021 nahm er erfolgreich an der 32. Orchesterwerkstatt in Halberstadt teil und wurde mit dem Andreas-Werckmeister-Preis ausgezeichnet. Ebenso 2021 erhielt er im Landeswettbewerb Jugend komponiert Hessen-Thüringen den 2. Preis seiner Altersgruppe.

Großstadtsinfonie

Nach meiner Beschäftigung mit Programmmusik und impressionistischen Elementen begann ich mich mit klassischen Formen auseinanderzusetzen und diese als Ausgangspunkt für meine neuerliche Arbeit zu nehmen. Es war mir ein Anliegen, melodische Motive zu verarbeiten und in diesem Zusammenhang kontrastierende Themen gegeneinanderzustellen. Dabei bewegte sich mein Blick weg von der Natur hin zu den Menschen in ihrer individuellen Dramatik, die sich in der Gesellschaft zu einem kontrastreichen, bewegten und vielseitigen Bild zusammenfügen. So entschied ich mich, eine sinfonische Komposition anzugehen. Die Inspiration hierzu fand ich bei Aufenthalten in Berlin und Paris. Die Sonatenhauptsatzform (1. Satz) bot mir hierfür einen idealen Rahmen.

1.Satz

Auch wenn die klassische Sonatenhauptsatzform hier als Grundstruktur verwendet wurde, habe ich viele Verläufe bewusst aus der strengen Form ausscheren lassen, um dem Stück einen individuellen Gestus zu verleihen. Dies spiegelt sich in unabhängigen Formteilen mit unterschiedlichen Längenverhältnissen wider.

Der erste Satz reflektiert die Eindrücke einer Großstadt voller Kontraste, ameisengleichen Gewusels und des prallen Lebens in unmittelbarer Nähe der Ruhe. Sinnbildlich hierfür steht der Friedhof am Montmartre, umspült von Menschen, die sich dem Amüsement oder einfach ihrem täglichen Leben hingeben.

2. Satz (gekürzte Version)

Der 2. Satz ist durch Charaktervariationen geprägt. Dabei treffen dunkle Themen auf einzelne Lichtblicke, welche durch Rhythmik und Farbigkeit geprägt sind. Hierdurch wird dem Versuch des Menschen, seiner inneren Dramatik zu entfliehen, Ausdruck verliehen.

So wird im zweiten Satz der Blick von dem allgemeinen menschlichen Treiben hin auf das Individuum und seine Tragik gelenkt.

 

Florian Ledworuski

Florian Ledworuski ist 18 Jahre alt und kommt aus Berlin, wo er im vergangenen Jahr am Paulsen-Gymnasium sein Abitur erfolgreich ablegte. Die Musik bestimmt sein Leben schon seit frühester Kindheit. Zunächst erhielt er Violinen- und Blockflötenunterricht, wandte sich aber bald mehr dem Klavier und der Orgel zu. Letzterer gilt seine Leidenschaft, sodass er jetzt Kirchenmusik studiert. Seit einigen Jahren erhält er zudem Gesangsunterricht und komponiert eifrig für verschiedene Besetzungen. Im vergangenen Jahr erhielt er u.a. einen 2. Preis beim Wettbewerb Jugend komponiert Brandenburg und einen Sonderpreis für Tasteninstrumente beim Leo-Borchard-Wettbewerb.

Sinfonische Szene „Eldena“

Die Inspiration zu dieser Komposition fand ich bei einem Besuch der Alten Nationalgalerie, wo ich mir u.a. die Bilder der Klosterruine Eldena des romantischen Malers Caspar David Friedrich ansah. Die verschiedenen Stimmungen und die Farbigkeit dieser Bilder wollte ich in meiner Komposition zum Ausdruck bringen.

 

Simon Schlegel

Simon Schlegel wurde am 31. August 2008 geboren und geht auf das Ökumenische Domgymnasium Magdeburg. In seiner Freizeit geht er zum Parkour-Training, spielt Klavier, komponiert oder zeichnet gern.

 „Für Loki“

Im letzten Jahr ging mein größter Wunsch in Erfüllung -  ich bekam zu meinem dreizehnten Geburtstag einen kleinen Kater, den ich Loki nannte. Loki hat mich im letzten Jahr durch eine schwierige Zeit begleitet. Ich musste die Schule wechseln, meine geliebte Klasse verlassen und mich an neue Mitschüler und Fächer gewöhnen. Loki war in dieser Zeit ein großer Trost, der es zum Glück immer wieder geschafft hat, mich zum Lachen zu bringen. Aus diesem Grund habe ich ihm mein Stück gewidmet.

Die Wechsel der Tonarten in meinem Stück sollen meine verschiedenen Stimmungen ausdrücken, die ich durchlebt habe.

 

Sean Schumann

Sean Schumann wurde am 10. Februar 2005 in Berlin-Pankow geboren.

Im September 2012 nahm er an der Musikschule Béla Bartók Weißensee am „Instrumentenkarussell“ teil. Dort hatte er Gelegenheit verschiedene Instrumente auszuprobieren. Davon beeinflusst begann er im März 2014 mit Cellounterricht bei Gilda Schulze. Nach drei Jahren Unterricht beendete er den Unterricht um sich dem sportlichen Bereich zu widmen (Leichtathletik- & Fußball).

Durch schulbedingte Kompositionsübungen und dem Kontakt mit dem Online-Notenprogramm „scorio“ wurde das Interesse für das Erfinden von Melodien geweckt. Um sich bessere Grundlagen zu verschaffen begann Sean im Selbststudium mit dem Klavierspiel und nahm ab 2019 ersten Klavierunterricht bei Thomas Lanz, Kantor der evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Weißensee.

Während er anfangs beim Komponieren vor allem durch die Neoklassiker Einaudi und Tiersen sowie den Minimalisten Philip Glass inspiriert war, erweiterte sich sein musikalischer Horizont um die klassische Moderne und später die zeitgenössische klassische Musik. Den überwiegenden Teil seiner musikalischen-analytischen und kompositorischen Kompetenzen erarbeitete er sich im Selbststudium.

Ab 2019 begann Sean erneut mit Cellounterricht bei Frau Schulze an der Musikschule Béla Bartók. Im Oktober 2020 kam zusätzlich Querflötenunterricht bei Heike Berndt hinzu. Seit Oktober 2021 erhält er im Rahmen der  Studienvorbereitung für Komposition Unterricht im Fach Klavier von Vasily Gvozdetzky sowie Komposition und Gehörbildung bei Helmut Zapf an der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg.

Am Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium belegt Sean Musik als Leistungskurs und die Zusatzkurse Orchester und Komposition. Auftritte mit eigenen und fremden Stücken hatte er sowohl am Robert-Havemann-Gymnasium (Klavier), als auch auf der Picasso-Grundschule (Cello) und am Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium (Klavier, Cello und Singen mit dem Musik-LK).

 „Svanen“

Svanen– zu Deutsch: Der Schwan – ist der Titel einer Bilderreihe der schwedischen Künstlerin Hilma af Klint (1862 – 1944). Sie war eine Pionierin der abstrakten Malerei. Zu ihren Lebzeiten fand sie keine große Aufmerksamkeit, was, vermutlich abgesehen davon, dass sie eine Frau war, sicherlich auch damit zusammenhing, dass sie verfügte, dass ihr umfangreiches Oeuvre erst mindestens zwanzig Jahre nach ihrem Tod ausgestellt werden durfte. Erst in den 1980er–Jahren wurde ihr Werk international bekannt und anerkannt. Zu meinem Stück Svanen haben mich insbesondere die Bilder Nummer 16, 17 und 18 der gleichnamigen Reihe inspiriert. Die Bilder sind aus unterschiedlich großen und unterschiedlich geformten, sich gleichwohl ähnlich sehenden Farbflächen komponiert. Mithilfe unterschiedlicher Akkorde, die auf die unterschiedlichen Sektionen des Orchesters aufgeteilt sind, habe ich auf die malerischen Strukturen mit musikalischen Strukturen reagiert. Die unterschiedlichen Akkorde, in unterschiedlicher Instrumentation, repräsentieren die Farbflächen der Gemälde. Für den Hauptanteil meines Stückes habe ich mich für eine Reihe von Taktarten entschieden, die mit einem 2/8–Takt beginnt und stets um den Wert von 1/16 vergrößert bzw. verkleinert wird. Vor dem veränderten Wert steht stets der Ausgangswert von 2/8. Der veränderte Wert geht von 3/16 zu 2/8 (= 4/16), zurück zu 3/16, zu 1/8 (= 2/16), zurück zu 3/16; dann beginnt diese zehntaktige Periode wieder von vorne. Dieses Taktveränderungsmuster mit einem konstanten und einem veränderten Wert habe ich bei Stravinskys „Danse Sacrale“, seinem „Sacré du Printemps“ bzw. in Messiaens „Technik meiner musikalischen Sprache“ kennengelernt.

 

Fanny Staeger

Fanny Staeger wurde am 12. September 2005 in Frankfurt am Main geboren. Mit vier Jahren komponierte sie, nachdem sie bei einer Geigenstunde ihres Bruders zugehört hatte, ihr erstes “Lied“. Mit sechs Jahren bekam sie Klavierunterricht, ein Jahr später fing sie an, auch Geige zu spielen. Sie nahm mehrfach bei Jugend musiziert teil. 2019, 2020 und 2021 besuchte sie die Workshops des Landeswettbewerbs Jugend komponiert von Hessen & Thüringen, wo mehrere ihrer Kompositionen ausgezeichnet wurden. Seit dieser Zeit nimmt sie Unterricht bei Professor Gerhard Müller-Hornbach. Fanny besucht die Freie Waldorfschule Frankfurt. Seitdem sie sechs Jahre alt ist, trainiert sie Akrobatik und Einrad im Kinderzirkus Zarakali und gehört dort zum Jugendensemble. Zusammen mit ihrem Bruder realisierte sie außerdem einige Trickfilme, darunter „Der Törtchendieb“, der 2018 den Deutschen Jugendfilmpreis erhielt.

„Drei Orchesterbilder“

Wie der Titel schon sagt, sind diese drei Kompositionen aus drei Bildern entstanden. Ich habe die Bilder ausgewählt, weil ich sie schön fand und weil sie auch sehr unterschiedlich sind. Mit der Orchesterbesetzung habe ich versucht, die Gemälde durch viele unterschiedliche Klangfarben und Kombinationen von Instrumenten musikalisch umzusetzen. Als Erstes habe ich meine Eindrücke zu den Bildern gesammelt und aufgeschrieben. Dann habe ich überlegt, wie ich die einzelnen Begriffe in Musik darstellen könnte. Für meine Kompositionen war es mir sehr wichtig, sowohl die Stimmung der Bilder als auch ganz direkte Motive musikalisch umzusetzen. Später habe ich dann alle diese musikalischen Ideen genommen, teilweise erweitert und zusammengefügt. Bei „Walchensee im Winter“ von Lovis Corinth hatte ich zum Beispiel die Idee, die verschiedenen Ebenen und Motive nacheinander musikalisch darzustellen. Bei dem Bild „Vierwaldstättersee“ von Emil Nolde habe ich versucht, die Farben, die in diesem Bild vorkommen, in Akkorden wiederzugeben. Bei „Frühling in Giverny“ von Claude Monet ging es mir darum, den impressionistischen Charakter, der sich in den vielen kleinen Strichen und Tupfern zeigt, in feine musikalische Figurationen umzusetzen. So sind dann schlussendlich die drei Stücke entstanden.

 

Leon Jonas Thieme

Leon Jonas Thieme, geboren am 16. April 2004 in Riesa, ist ein angehender, junger instrumentaler Komponist. Seine musikalische Ausbildung erhält er seit 2010 an der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“; zunächst im Fach Akkordeon (Klasse Elvira Mader), später zusätzlich in Klavier (Klasse Johanna Zmeck), Musiktheorie/ Gehörbildung/ Tonsatz, und natürlich Komposition (Klasse Pauk Peuker).

Er nahm bereits an verschiedenen Kompositionswettbewerben teil und konnte so beispielsweise 2021 beim Landeswettbewerb „Jugend komponiert“ Brandenburg mit seiner filmmusikalischen Komposition für Orgel „Cocoon Child“ einen dritten Platz erreichen.

Auch am Akkordeon konnte er schon große Erfolge wie den dritten Preis beim Bundesfinale des „Akkordeon-Musik-Festivals“ 2021 (unter anderem auch mit einer eigenen Komposition) oder dem ersten Preis mit Sonderpreis bei „Jugend musiziert“ 2022 erreichen.

2021 absolvierte er die Oberstufe II-Prüfung mit Bestnote im Fach Akkordeon und sehr gut im Fach Musiktheorie. Zurzeit befindet er sich in der studienvorbereitenden Ausbildung an der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ und strebt noch 2022 ein Studium im Fach instrumentale Komposition an.

 Klang im Nebel

Inspiriert von Hermann Hesses Gedicht „Im Nebel“ thematisiert dieses Orchesterwerk die Erforschung des Unbekannten. Oftmals ist das Unbekannte etwas Furchterregendes – der Mensch weiß nicht, wie er sich ihm nähern soll. Die Sicht auf etwas vielleicht Wunderschönes ist verschleiert, – man sieht es nur durch einen wabernden Nebelschleier. Man muss, wenn man kann, versuchen, das Neue zu ergreifen und für sich festzuhalten, bevor es genauso schnell wieder weg ist, wie man es entdeckte.

In diesem Werk wurde diese Reise in das Ungewisse und die ständig ändernde Wahrnehmung des Neuen durch verschiedene Techniken vertont. Und so lässt sich trotz der unaufhörlich wiederkehrenden „Verwirrung“ im Nebel, eine klare Idee – eine stets präsente hoffnungsvolle Melodie erkennen. Doch hat man sich einmal an diese gewöhnt, ist sie auch schon wieder fort und der Hörer darf sich erneut auf die Suche begeben.

 


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